Ich führe ja ein bisschen Buch darüber, was ich so lese. 2025 waren es 51 Bücher, die ich notiert habe, wobei ich solche in der Regel nicht aufführe, in denen ich nur herumblättere oder die ich bald schon wieder zur Seite lege und nicht beende. Ein paar der Bücher hatte ich ja auch hier im Blog vorgestellt.

Was waren denn dieses Jahr Highlights?

Anfang des Jahres hatte ich die drei Philosophiebücher von Wolfram Eilenberger gelesen: „Zeit der Zauberer“, „Feuer der Freiheit“ und „Geister der Gegenwart“, wobei ich das erste am anspruchsvollsten und das zweite, das sich den Philosophinnen Simone Weil, Hannah Arendt, Simone de Beauvoir und Ayn Rand widmete, am interessantesten fand.

Bevor ich im Sommer ein bisschen verblödete und mich anspruchsvolleren Büchern nicht recht gewachsen fühlte, las ich auch einiges von Philipp Blom. „Die Welt aus den Angeln“ behandelte dabei die Klimakrise ab dem 16. Jahrhundert. Augenöffnend! Ich las von ihm auch noch weitere Bücher über die Krise des Liberalismus und über das frühe 20. Jahrhundert. Sehr interessant!

Nichts falsch machen kann ich bei Lieblingsautor:innen wie Haruki Murakami oder Margaret Atwood. Von denen hatte ich auch ein paar Sachen gelesen wie „Die Kunst des Kochens und Auftragens“ und „Hier kommen wir nicht lebend raus“ sowie „Die Zeuginnen“ (Atwood) oder auch „Erste Person Singular“ und „Die Stadt und ihre ungewisse Mauer“ (Murakami).

Leichtere Kost, die ich vor allem im Frühsommer und Sommer las, waren ein paar Allgäu-Krimis von Kobr und Klüpfel. „Das Richtige für Hitzewelle und Deprophase“, notierte ich mir dazu. Ebenfalls eher leichte, aber nicht ganz uninteressante Kost waren zwei Bücher aus einer Trilogie von Dagmar Trodler, „Freyas Töchter“ und „Die Tage des Rabens, die – wie ich fand – ganz gute Einblicke in das frühmittelalterliche Leben zur Zeit der Christianisierung boten. Ansonsten war es aber auch eine ziemliche Liebesschmonzette.

Ebenfalls historisch, aber ein Sachbuch, war „Der grüne Fürst“ von Heinz Ohff über das recht abenteuerliche Leben des Fürsten Pückler. Ja, genau der mit dem Eis.

Ansonsten habe ich wie immer einige Bücher über Menopause, Psychologie und Psychotherapie und verwandte Disziplinen gelesen. Nett fand ich dabei unter anderem von Sabine Asgodom „So coache ich“, mit netten Tipps, die man auch ohne Coaching- oder Therapierahmen bei sich selbst oder in Gesprächen mit anderen mal anwenden kann.

Ich habe auch eine leichtgängige Einführung in die Schematherapie bzw. ein darauf aufbauendes Selbsthilfebuch gelesen, „Raus aus dem Schema F von Gitta Jacob, das ich empfehlen kann. Bei der Schematherapie, einer weiteren Therapieform der dritten Welle (wie auch ACT), werden verhaltenstherapeutische und tiefenpsychologische Aspekte verbunden. Im Endeffekt geht es vor allem um Aspekte des inneren Kindes und der inneren Richter, die uns dazu bringen, nicht lösungsorientiert und vernünftig auf Herausforderungen zu reagieren.

Wenig begeistert haben mich dagegen ein Klassiker aus diesem Genre. „Spiele der Erwachsenen“ von Eric Berne rund um Aspekte der Transaktionsanalyse fand ich menschenunfreundlich und zynisch. „Women on Fire“ von Sheila de Liz fand ich wiederum in dem intensiven Werben für Hormonersatztherapie einseitig.

Ich lese ja auch sehr gerne moderne japanische Literatur und war von „Butter“ von Asako Yuzuki sehr angetan. Auch „Brüste und Eier“ von Mieko Kawakami gefiel mir. Aus Südkorea kommt wiederum die Autorin Han Kang, von der ich „Die Vegetarierin“, „Griechischstunden“ und „Weiß“ las.

Eine Neuentdeckung (zugegeben von Anfang Januar 2026 und nicht mehr von 2025), die ich meiner lieben australischen Freundin E. verdanke, sind die Bücher von Alexander McCall Smith über die liebenswerte Privatdetektivin Precious Ramotswe, die in Botswana untreuen Männern, Versicherungsbetrügern und verschwundenen Kindern hinterherermittelt. Ich bin ja nicht so der „Bücher im Original lesen“-Freak, aber ich habe das erste Buch „The No. 1 Ladies’ Detective Agency“ auf Englisch schnell weggeschlonzt und gleich noch ein paar weitere im Online-Antiquariat bestellt.

Alle meine Blogbeiträge zum Thema Lesen findet ihr hier.

Und, was war eure Topps und Flopps beim Lesen?