Lesen, Wandern, Palavern

Rostig

Ich fotografiere schon seit ziemlich genau 10 Jahren gerne verrostetes Metall. Für mich hat rostiges Metall eine gewisse Grandezza, eine eigene Schönheit im Verfall. So wie glatte Oberflächen beliebig aussehen können, macht Rost, oft entlang alter Narben auf dem Metall, einen Gegenstand einzigartig.

Vielleicht ist das auch so ein „hat mit Ü40 angefangen, als auch ich Patina anzusetzen begann“-Ding bei mir, haha!

Ich bearbeite die Bilder meistens ein wenig, um die Farben hervorzuheben, und wähle einen Bildausschnitt, der mir gefällt. Irgendwie habe ich immer gedacht, damit mache ich mal einen Kunstkalender, am besten kombiniert mit verstörenden und schwermütigen Gedichten über das Altern und den Tod, aber so richtig hat sich das nie konkretisiert.

Deswegen zeige ich einfach mal hier ein paar der schönsten Rostbilder.

Mein erstes Rostbild stammt vom Sommer 2016 und zeigt die Rückseite eines Müllcontainers auf dem Wertstoffhof unserer Kreisstadt.

Ein Eldorado für Rostfotografen war Peenemünde auf Usedom; die Heeresversuchsanstalt aus der Nazizeit ist ein einziges Geroste. Wir waren dort 2018.


Lost places sind natürlich auch ein toller Ort für Rostfotos.

Manchmal reizen mich auch anderer Oberflächen mit Patina, vor allem lackiertes Holz.

1 Kommentar

  1. Angela

    Ach, da fühle ich mich super abgeholt! Bei mir hat die Faszination am Errotten allerdings schon lange vor meinem vierzigsten Geburtstag eingesetzt 😀

    Den Kunstkalender würde ich mir aufhängen!

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